Sachbezugswerte für Verpflegung – Lohnsteuerliche Behandlung von unentgeltlichen oder verbilligten Mahlzeiten

Die Kantine nimmt einen festen Platz im Alltag unzähliger Arbeitnehmer ein. Schätzungen gehen von jährlich 2,24 Milliarden Kantinenbesuchern aus. Verpflegung am Arbeitsplatz ist überhaupt ein Thema, auch lohnsteuerlich betrachtet. Stellt der Arbeitgeber kostenlos oder verbilligt Verpflegung zur Verfügung, sind das sogenannte Sachbezüge. Der Wert dieser Sachbezüge muss als “geldwerter Vorteil” versteuert werden.

Ab dem Kalenderjahr 2017 gelten neue Sachbezugswerte. Geregelt wird dies durch die Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) vom 21. November 2016 (BGBl. I Seite 2637). Demzufolge beträgt der Wert für Mahlzeiten, die ab dem laufenden Kalenderjahr 2017 gewährt werden,

  1. für ein Mittag- oder Abendessen 3,17 Euro,
  2. für ein Frühstück 1,70 Euro.

Für wen haben die Sachbezugswerte für Verpflegung Bedeutung?

Es gibt immer wieder Abweichungen von der Regel. Fragen Sie uns. Auch in Fragen des steuerlichen Reisekostenrechts gibt es laufend Änderungen, wir bringen Sie gerne auf den letzten Stand. Keywords: Lohnsteuer, 2017, Verpflegung, Sachbezugswerte, Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV), Currywurst

P.S. Apropos Kantinenessen. Allen Gesundheitstrends zum Trotz hält sich die Currywurst mit Pommes Frites seit mehr als 20 Jahren auf Platz 1 der Kantinencharts. So munkeln jedenfalls große deutsche Kantinenbetreiber.

Das können wir für Sie tun

Zum Beispiel: Sie arbeiten im Hotel und Gaststättengewerbe, in einem Krankenhaus oder Altenheim und freie Verpflegung ist Bestandteil Ihres Arbeitslohns. Oder aber: Bei beruflicher Auswärtstätigkeit oder doppelter Haushaltsführung sorgt Ihr Arbeitgeber für die Verpflegung. Und dann wäre da noch der eingangs Regelfall: Sie essen in der betriebseigenen Kantine kostenlos oder verbilligt.